Richtig laufen lernen!

Teil 1: Die fünf häufigsten Anfängerfehler und wie Ihr sie...umlauft!

Wir haben so lange gewartet und ENDLICH ist es soweit…

…es wird früher hell und später dunkel!
…es wird von Tag zu Tag wärmer und die Winterklamotten rücken tiefer in den Schrank!
…es ist mehr blau und weniger grau!

Kurzum: der Frühling ist da und mit ihm die unbändige Sehnsucht jeden Sonnenstrahl in vollen Zügen zu genießen! Und geht das besser, als mit geschnürten Laufschuhen an der frischen Luft? Richtig laufen lernen. Mit Laufschuhen in den Frühling.

Tatsächlich bewirkt der Frühling in vielen Menschen die Lust laufen zu gehen. Ich lese das nicht nur in den ganzen Laufzeitschriften, sondern erlebe es bei meinen Freunden, unseren Mitgliedern bei WerderSports und den Teilnehmern in meinen Laufgruppen!

Die Gründe dafür sind vielseitig und reichen von „der Winterspeck muss (jetzt wirklich!) weg“ über „dieses Jahr will ich es endlich mit dem Laufen versuchen“ über „die Sonne lockt und motiviert mich„! Die Motivation ist in der Tat oft riesig, aber die mangelnde Disziplin es durchzuhalten…tja, noch größer! BÄÄÄÄM!

Harte Worte, aber wahre Realität! Richtig laufen lernen. Keine Lust zu laufen.

Fest entschlossen durchzustarten geben viele Laufeinsteiger schnell wieder auf, obwohl Ihre Karriere gerade erst Fahrt aufgenommen hat. Woran das liegt und wie man aus dem „Runners Low“ ein „Runners High“ werden lässt, lest Ihr heute! Gefolgt von sieben weiteren Teilen, in denen es darum geht, absoluten Laufeinsteigern das Laufen abwechslungsreich und so einfach wie möglich zu gestalten!


Teil 1: die fünf häufigsten Anfängerfehler und wie Ihr sie…umlauft!

1) Die Strecke ist zu lang!
Viele Laufeinsteiger nehmen sich zu viel vor und wollen gleich 5 km laufen, obwohl sie vielleicht noch nie 1 km gelaufen sind. „Wenn, dann richtig“ ist die Devise, welche meist dazu führt, die Laufschuhe gefrustet in die Ecke zu schmeißen.

DESWEGEN: Kurz ist das neue lang! Die Runde um´s Eck oder einen Teil der Lieblingsstrecke, die sonst gemütlich spaziert wird, sind perfekt für den Laufstart. Woher soll der Körper auf einmal etwas können, was er sonst nie macht? Nach und nach kann dann die Strecke verlängert werdet, wenn es Euch dabei gut geht und der Körper sagt: „Ja, ich will!“ Genießt zu Beginn lieber das Gefühl, dass Ihr noch mehr geschafft hättet, als dass Ihr mit der Zunge fast auf dem Boden hängt.

Richtig laufen lernen!

Richtig laufen lernen!2) Die Geschwindigkeit ist zu hoch!
Ihr lauft los, nach kurzer Zeit setzt die Schnappatmung ein und Ihr wünscht Euch ein Sauerstoffzelt herbei? Da der Körper in solchen Momenten mehr Sauerstoff verbraucht, als er aufnehmen kann, wäre das auch tatsächlich eine gute Wahl. Aber habt Ihr zufällig eins in der Laufjacke?

DESWEGEN: Lauft langsam und in der Geschwindigkeit, die EUCH gut tut. Der altbekannte Tipp, so zu laufen, dass man noch locker reden kann, ist absolut sinnvoll. Er stellt einen guten Test da, ob der Körper genügend Sauerstoff zur Verfügung hat.
Außerdem ist es ratsam in Intervallen zu beginnen, bei denen im Wechsel gewalkt und gelaufen wird, z.B. 8 Mal 1 Minute laufen und 2 Min. walken. Hierbei sollte nach und nach die Walkingzeit verkürzt und die Laufzeit verlängert werden. Das trainiert die Ausdauer und bringt den Körper dazu auch längere Etappen laufend (also schneller) durchzuhalten.

Richtig laufen lernen. Zu schnell laufen.

3) Die Regelmäßigkeit fehlt!
Mit der Ausdauer ist es wie mit Pflanzen, die man nicht gießt: sie gehen ein und verkümmern.

DESWEGEN: Lauft regelmäßig und tragt Euch die Einheiten fest in den Kalender! Nur so gebt Ihr Eurer Ausdauer die Chance zu wachsen. Und DAS motiviert so richtig! Denn auf einmal fällt Euch die neue Laufstrecke deutlich leichter und macht viel mehr Spaß! Zu Beginn sind 2-3 Einheiten pro Woche optimal.
Mit diesem coolen Test von Vitawalker könnt Ihr übrigens ganz einfach mal checken, ob Ihr Euch überhaupt genügend bewegt. Vielleicht ist das eine Motivation mehr, regelmäßig ein paar Extrameter hinzulegen (mein Ergebnis liegt bei 13.538 Schritten) 🙂

4) Das Trainingspensum ist zu hoch!
Ein unregelmäßiges Training bringt die Ausdauer und die Anpassungsprozesse im Körper nicht weiter. Zu viel Training aber auch nicht. Fehlen dem Körper die Pausen, so hat er keine Zeit sich an das neue Fitnesslevel anzupassen. Was denn jetzt?!

DESWEGEN: Plant nicht nur das Training, sondern auch die Pausen! Idealerweise folgt zu Beginn der Laufkarriere nach jedem Trainingstag einen Ruhetag. Legt die Beine hoch, tut Euch was Gutes und verwöhnt den Körper z.B. mit einem leckeren Sportlersnack (HIER oder HIER), der die Regeneration zusätzlich unterstützt, indem er Euch mit wichtigen Nährstoffen versorgt. Wer die Füße nicht stillhalten kann, kann den Tag auch für ein Ausgleichstraining nutzen, um die Kraft, Beweglichkeit oder Koordination zu trainieren (z.B. Krafttraining, Yoga, Faszientraining etc.).

5) Die Motivation fehlt!
Der Gedanke an spritzige und ausgleichende Laufeinheiten ist zwar toll, aber die Lust versteckt sich hartnäckig?

DESWEGEN: Forscht nach Motivationshelfern, die Euch unterstützen, wie…

…eine Playlist mit Euren aktuellen Lieblingsliedern,
…neue Laufklamotten (die Bunten helfen besonders gut),
…einem Laufpartner, mit dem ihr gerne unterwegs seid,
…einer Laufgruppe, der Ihr Euch anschließen könnt,
…einer tollen Strecke, auf die Ihr Euch schon vorher freut,
…einem Belohnungsritual nach dem Laufen!

Alles versucht, aber nichts hilft? Dann zwingt Euch zu nichts, was Ihr nicht wollt. Lasst es und sattelt um! Es gibt genügend Sportarten, die vielleicht besser zu Euch und Eurem Alltag passen. Und bekanntlich ist das Leben zu kurz, um es mit Dingen zu verbringen, die nicht glücklich machen oder?


Erkennt Ihr Euch hier wieder? Welche „Fehler“ habt Ihr schon gemacht und was sind Eure Tipps, um sie zu vermeiden? Und was sagt eigentlich das Ergebnis vom Vitawalker?

Wer weiterhin in die Laufschuhe schlüpfen will, kann sich schon auf Teil 2 freuen: Euch erwarten wertvolle Tipps, wie Ihr am besten einen Fuß vor den anderen setzt.

FEED YOUR FITNESS!
Eure Jana

8 Kommentare

  1. Schon beim lesen möchte man doch gleich die Laufschuhe schnüren – freu mich auf die nächsten Lese-Einheiten 🙂

    • Liebe Anke,
      vielen Dank für Dein liebes Feedback – das freut mich sehr und ich hoffe, dass Teil 2 Dich mindestens genauso motiviert!
      Liebe Grüße
      Jana

  2. Nach 4 Monaten Zwangspausen gestern wieder die ersten 5 km gelaufen. Gefühlt habe ich mich wie in der ersten Laufstunde vor 2 Jahren bei Dir. Trotzdem freut man sich das man es wieder angeht.

    • Hi Imke,
      wie toll, dass Du wieder gestartet bist! Und denke daran…langsam starten und das Training wirken lassen. Dann läuft´s bald wieder rund – davon bin ich felsenfest überzeugt 🙂
      Liebe Grüße
      Jana

    • Hi Eddy,
      sehr gerne und schön, dass er Dir gefällt! Das hört sich klasse an – vielen Dank 🙂
      Liebe Grüße
      Jana

  3. Der Beitrag ist dir sehr gelungen. Vielen Dank für die motivieren Worte. Ich werde jetzt immer, wenn ich mich nicht aufraffen kann, deinen Blog öffnen und anschließend gehe ich sicher zum Laufen. Liebe Grüße

    • Liebe Gülsah,
      oh, das freut mich wirklich sehr 🙂 Ich wünsche Dir ganz viel Spaß bei Deinen Einheiten. Genieße sie und vor allem das unglaublich gute Gefühl danach!
      Liebe Grüße
      Jana

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