Über Saft, Detox und echte Handarbeit. Willkommen bei pressgut!

In meiner Januarankündigung habe ich bereits ein paar kleine Info-Happen zu dem Thema „Bremer Blogger Event“ durchschimmern lassen. In genau einer Woche ist es endlich soweit und ich treffe mich mit 10 tollen Food- und Fitnessbloggern in der Bremer Saftmanufaktur pressgut, damit wir uns über die „digitale Freundschaft“ hinaus auch mal im wahren Leben kennenlernen. Der Plan: ein gemeinsames Frühstück mit leckerer Saftverkostung und einem regen Austausch (2 Plätze sind noch frei. Hast Du Lust? Melde Dich bei mir!!

Als ich Astrid und Thomas, die beiden pressgut-Inhaber, von der Idee berichtet habe, waren sie gleich dabei, den Plan mit einer tollen Location und einem vegan-vegetarischen Frühstück zu unterstützen. Wie großartig, denn mitten in der schönen Saftmanufaktur steht eine riesige Tafel, die für Mädchenschnattereien, Gaumenfreuden und Inspirationen wie gemacht ist.

Am vergangenen Montag saß ich genau an dieser Tafel, um Euch vorab schon mal ein paar pressgut Info´s im Rahmen eines Interviews mit den „Saftmachern“ zu präsentieren. Damit die Inhalte Euch nicht erschlagen, gibt es heute den ersten Part des zweiteiligen Interviews.
Et voilà…

Jana: Schön, dass ich mal wieder bei Euch zu Gast sein darf. Ich habe meinen letzten Besuch zur Vorbereitung auf das geplante Frühstück noch gut in Erinnerung: erst durfte ich die liebe Ina kennenlernen, die ich bis dato nur über Instagram „kannte“ und dann haben wir nach einer leckeren Suppe, einem fabelhaften Saft und tollen Gesprächsthemen um 22.30 Uhr festgestellt, dass es Zeit ist ins Bett zu fallen, da wir alle wieder früh raus mussten. Wie wunderbar!
Heute rede ich weniger, damit ich noch mehr von Euch und Eurem tollen Projekt „pressgut“ erfahre. Und schon geht´s los…

Stellt Euch doch bitte kurz vor!

Thomas: Mein Name ist Thomas. Ich werde dieses Jahr 49 Jahre alt und komme ursprünglich aus Süddeutschland. Dort habe ich eine Ausbildung als Koch gemacht und bin über verschiedene Stationen, wie Berlin und Lüneburg nach Bremen gekommen. Hier haben wir vor 1/2 Jahr das pressgut eröffnet.

Astrid: Ich bin Astrid und 47 Jahre alt. Ich habe ebenfalls den Gastronomiezweig gewählt und eine Ausbildung als Hotelfachfrau gemacht. Nachdem ich mich ein paar Jahre in der Branche getummelt habe, habe ich beschlossen mich beruflich umzuorientieren und das zu machen, was mir am meisten Spaß macht: seit 2006 bin ich selbstständig als Personal Trainerin unterwegs. Somit passt es grundsätzlich super, dass Thomas und ich eine ähnliche Vergangenheit und ein gemeinsames, gegenwärtiges Hauptinteresse an gesunder, einfacher und ausgewogener Ernährung haben.

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Jana: Was genau ist das pressgut und was stellt Ihr her?

Thomas: Als Saftmanufaktur produzieren und verkaufen wir kaltgepresste Säfte, jeweils zwei verschiedene Nussdrinks und Limos sowie eine kleine Auswahl an frischen & veganen Snacks. Verschiedene saisonale Suppe, frische Salatvariationen, ein Pastagericht sowie ein Dessert gehören zu unserem alltäglichen Repertoire. Neben unserem Laden betreiben wir einen Onlineshop, auf dem man die Säfte und Suppen in unterschiedlichen Saftpaketen kaufen und frisch nach Hause liefern lassen kann.

Unsere Säfte sind alle hydraulisch kaltgepresst, unbehandelt abgefüllt und frei von haltbarmachenden Zusatzstoffen. Zudem sind sie nicht pasteurisiert, um die Nährstoffdichte so hoch wie möglich zu halten. Dies ist klasse für die Qualität, stellt uns allerdings vor logistische Herausforderungen, da die Säfte nur 5 Tage haltbar sind. Ein regelmäßiger und frischer Nachschub ist damit selbstverständlich.

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Jana: Wie kam es zu der Ursprungsidee das Thema „Saft“ professionell umzusetzen und zu vermarkten?

Thomas: Die „Saftidee“ war eigentlich gar nicht vordergründig. Erstmal war die Idee nach meiner Selbstständigkeit in einem Hotel- und Restaurantbetrieb auch weiterhin meiner „Lebensmittel Passion“ treu zu bleiben. Zu dem Thema gab es dann verschiedene Überlegungen, jedoch immer mit dem Gedanken: Wie können wir unsere gemeinsamen Kompetenzen in einen Topf werfen? Da sind wir über verschiedene Ideen, wie eine Pasta- oder Salat-Bar, zur Saftmanufaktur gekommen.
Ein bisschen zufällig sind wir in diesem Zusammenhang auf gesunde Lieferservices aufmerksam geworden und haben uns darüber ein paar Probe-Saftpakete zuschicken lassen. Da waren wir dann relativ schnell der Meinung: Das kriegen wir mindestens genauso gut hin!

Astrid übernimmt: Erstmal war klar: gute Idee, aber Optimierungspotenzial ist da! Ein einschneidendes Erlebnis war z. B. ein Chlorophyllwasser. Ich schraubte es auf, roch daran und das erste woran ich denken musste war das, dass ich am meisten hasse – Austern. Dieses Wasser hat mich sofort daran erinnert, so dass ich es noch nicht mal trinken konnte. Die Beschreibung des Wassers punktete mit tollen gesundheitsförderlichen Auswirkungen und uns war klar: wir wollen Säfte kreieren, welche die Gesundheit genauso positiv beeinflussen und gleichzeitig lecker schmecken…und riechen.

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Jana (lacht): Ok, Chlorophyllwasser findet man also nicht bei Euch?

Astrid (lacht auch): Nein, aber dafür Chlorophyll in saftiger Form.

Thomas (hat aufgehört zu lachen): Genau! Auf das Chlorophyll legen wir trotzdem großen Wert. Deswegen sind unsere Säfte voll mit grünen, chlorophyllhaltigen Gemüsesorten, wie Spinat, Wildkräutern, Kohlrabi, Brokkoli oder Grünkohl. Das Ganze natürlich saisonal variierend.
Damit bei der Produktion neben diesem Farbpigment alle Nährstoffe erhalten bleiben, arbeiten wir mit einem Walzenentsafter, der eine schonendes Entsaften garantiert.

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Jana: Das ist dann das von Dir angesprochene „kaltgepresste Herstellungsverfahren“?

Thomas erklärt: Genau. Das Kaltgepresste kommt daher, dass der Walzenentsafter eine maximale Umdrehungszahl von 80 U/Min. hat. Das ist sehr langsam und wirkt beim Zusehen schon fast meditativ. Der Gegensatz ist die Entsaftung über Zentrifugen, die mit hoher Geschwindigkeit arbeiten. Dadurch entsteht eine Reibungswärme, durch die Vitamine verloren gehen. Zudem wird dadurch viel Luft in den Saft reingewirbelt – er schäumt, oxidiert schneller, verliert an Farbe und die sauerstoffempfindlichen Vitamine werden zerstört.

 

Jana: Und wer bestimmt von Euch, was alles in der Presse landet?

Astrid: Die Ideen kommen primär von Thomas, da er als Koch einfach ein super Gefühl dafür hat, was geschmacklich harmoniert und wie die Mengenverhältnisse für den perfekten Saftgenuss aussehen.

Thomas: Astrid ist dann meine erste und wichtigste Kritikerin. Wir sind uns vom Geschmack sehr ähnlich, aber manchmal bin auch etwas stur und bestehe auf meine Kreation (Astrid lacht), weil ich den Saft oder die Suppe dann genauso haben möchte.

 

Jana: Könnt ihr mal ganz kurz dem Weg vom Gemüse zum Saft beschreiben. Wie sieht das bei Euch aus?

Astrid erklärt: Zum einen werden wir durch von unsere wilstedter Gemüsebauern mit regionalen und nach ökologischen Grundsätzen angebautem Gemüse beliefert oder Thomas fährt zum Naturkontor auf dem Bremer Großmarkt. Bei uns werden die Bio-Lebensmittel dann direkt gewaschen, geputzt und verarbeitet. Sie werden zunächst in einer Presse zerkleinert, was im Ergebnis wie ein großer Rohkostsalat aussieht. Diese Rohkostmasse wird anschließend hydraulisch mit bis zu 8 Tonnen Druck gepresst, der Grundsaft ist damit fertig. Alles, was man geschmacklich in Nuancen zugibt, wie Kurkuma, Ingwer, Chili, Zitronengras etc. wird separat mit dem Walzenentsafter entsaftet und der Basis beigemischt, wie auch die wenig saftigen Gemüsen wie Spinat, Grünkohl und Kräuter. Der fertige Saft wird dann per Hand und Kelle in die Glasflaschen gefüllt, verschraubt, etikettiert und ohne Umwege gekühlt.

 

Jana: Also ist tatsächlich jeder Schritt richtige Handarbeit?

Thomas: Ja! Alles vom Frischeprodukt bis hin zum Saft in der Flasche machen wir selbst!

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Über Saft, Detov und echte HandarbeitJana: Wow! Der Name ist also Programm! Ihr werdet aber sicher trotzdem oft gefragt, was der Unterschied zwischen einem Saft und einem Smoothie ist oder?

Thomas: (lacht): Oh ja, fast täglich mehrmals. Aber ich leiste gerne Aufklärungsarbeit!

 

Jana: Und was antwortest Du dann?

Thomas beschreibt: Der entscheidende Unterschied ist, dass die Zutaten in einem Smoothie püriert, während die Lebensmittel bei einem Saft gepresst werden. Im Smoothie bleiben alle Fasern, Zellhüllen und damit die Ballaststoffe der Pflanzen enthalten. Im Saft habe ich jedoch im Verhältnis einen wesentlich höheren Anteil an Vitaminen und Mineralstoffen, da die Menge für einen Liter Saft ca. dreimal so hoch ist, wie für einen Liter Smoothie. Beide Produkte haben also ihre Berechtigung!

Astrid ergänzt: Bei den meisten Säften, je nachdem wie die Saftausbeute ausfällt, musst Du 3 kg Frischware für 1 kg reinen Obst- oder Gemüsesaft rechnen. Und wenn Du Dir einen Liter Smoothie machst, dann brauchst Du etwa ¼ L. Wasser und 1-2 Hand voll frisches Obst & Gemüse.

 

Jana: Wird denn explizit nach Smoothies gefragt?

Thomas: Ja, das kommt schon häufiger vor.

 

Jana: Aber die Kunden kannst Du dann auch alle von einem Saft begeistern?

Thomas freut sich: Bisher immer! Nach einer kurzen Erklärung sind sie spätestens bei der Verkostung überzeugt und verlassen uns mit einem Saft, statt dem gewünschten Smoothie.

 

 

Jana: Ich habe mir heute nochmal Eure Homepage angeguckt und da steht direkt auf der Startseite ganz groß „Detox“. Aktuell ein großes Thema, welches Ihr auch aufgreift und z.B. ein extra Saft- und Suppenpaket anbietet. Was hat es damit auf sich?

Astrid erklärt: Detox ist ja eigentlich der englische bzw. moderne Begriff für „Entgiften“. Die Deutschen würden sagen „wir entschlacken, wir entzuckern, wir entfetten, wir entsäuern, wir entgiften“. Alles Punkte, die das Detoxthema beinhaltet. In dem Moment, wo Du Deinem Körper wenig für die Verdauung zu tun gibst, gleichzeitig Zellgifte, wie Zucker, Alkohol oder Zigaretten meidest und ihn mit Vitaminen, Mineralien und Nährstoffen flutest, hilfst Du ihm genau dies zu tun. Die genannten Giftstoffe sowie Lebensmittel tierischen Ursprungs tragen u.a. dazu bei, den Körper zu übersäuern wodurch z.B. Zellschädigungen entstehen können. Schaffen wir im Körper durch eine Detoxkur sowie durch eine nachhaltig angepasste Ernährungs- und Lebensweise ein basisches Milieu, so unterstützen wir ihn bei vielen Regenerationsmechanismen sowie der verbesserten Nährstoffaufnahme und ermöglichen eine gute Fettverbrennung.

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Wie genau so eine Detoxkur aussieht, wie Astrid die Säfte und Suppen in den Alltag ihrer Sportler integriert und was die pressgut Ziele für 2016 sind? HIER erwartet Euch Teil 2 des Interviews!

Seid Ihr begeisterte Saft-Trinker oder Suppe-Esser? Wenn ja, was sind Eure Favoriten?

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Eure Jana

 

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